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Donnerstag, 05. Januar 2012

Der Baum
Von A.P.-J., 10:46

Es gibt einen Schmerz, der zum Leben erweckt. Unruhig, zögernd, nach welcher Seite soll man sich wenden? Ich möchte gern um einen anderen Schmerz wissen, dann könnte - ich bleiben - mein Schmerz versiegen - ich ruhig an mich glauben.

Hoch stehn die Gräser, hoch ist der Baum

Stolz seine Krone

Im weltweiten Raum

Steht er im Hohne

Ringsum ist Stille

Es fällt seine Frucht

Und damit die Hülle

Frei für die Flucht

Denn schneidende Winde

Die Äste ergreifen

Wund wird die Linde

Wund kann sie reifen

Sie beugt sich und schreit

Erhebend die Klage

Des unendlich Leid

Das niemand ertrage

Sie bangt um ihr Leben

Sie stöhnt, daß es schallt

Kein Trost kann ihr geben

Der Grashalm – kein Halt

Allein steht sie immer

Denn hoch ist der Baum

Und laut das Gewimmer

Die Vorstellung Schaum

Der Sturm ist vorüber. Gebrochene Zweige, verwehte Blätter bleiben reglos, verwelken. Unbeachtet erneuert sich die Natur. Spuren sind verweht. Es werden neue kommen, und ein neuer Sturm. Nichts erinnert mehr. Ein Stück von meinem Leben, das ich in mir trage - ausgelöscht - verweht - verwelkt.

Es steht allein in der Weite

der hochragende Baum

mit seiner stolzen Breite

zitternd im Raum

Was er gesehen,

was er erlebt

das steht in den Zweigen

wie oft er gebebt

das nennt er sein Eigen

Er hat sich erhoben

er ist erfüllt

die Krone dort oben

hat sich enthüllt

Der Sturm hat Blätter fortgetragen, Äste gerissen, verstreut. Stehen blieb, was kräftig ist. Aus dieser Kraft sprießen junge Knospen. Die Wunden sind verheilt. Der Baum steht in voller Blüte. Früchte soll er tragen. Nun ist es Zeit. Der Sturm ist vorüber. Still ist es. Berühre nicht die Blüte, bewundere sie, atme ihren Duft. Du wirst ihre Liebe spüren.

Ob es ein Traum war, es ist ein Traum geworden;

Ein immer sich wiederholender Traum, der

irgendwo, irgendwann in der Wirklichkeit

begann. Ein Traum, der aus dem Schlaf

reißt. Etwas wichtiges ist geschehen.

So plötzlich erwacht und wieder in

Schlaf fallend versuchen den Traum zu

wiederholen und doch; er endet immer

gleich; so plötzlich.

Wer war dabei?

Wo ist es geschehen?

Was weiß ich, ob es schon das erstemal nur

ein Traum war und ob ich allein träumte,

ob ich jetzt allein träume.

Sag mir, ob du träumst.

Nein, sag es nicht, weil sonst vielleicht mein

Traum verfliegt.

*

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Traum
Von A.P.-J., 10:41

Es ist die weiße Winternacht wie der grellbelbe Mond.

 Im stillen habe ich gedacht:

wie die Sterne glitzern.

So war es mir, wie in dem Traum,

als ich die Wirklichkeit ergriff.

Waren es Stunden?

Es ist egal, es war

eine Berührung, so lang und doch so

flüchtig, so stark, daß ich sie doch

noch fühl, noch mehr jetzt, da das

Jahr begann und nur noch wenige

Tage bis zum Aufbruch fehlen. Blühen

wird die Erde in der Frühlingssonne,

öffnen werden sich die Blumen,

recken sich die Gräser nach der Sonne.

Ach, so eine letzte Winternacht, die

alle Hoffnung trägt, so schneeweiß

in der Finsternis, so still und am

Morgen tropft Wasser vom Dach.

Der Schnee schmilzt. Eine Hoffnung

auf Blühen, die schönste Nacht.

Letzter Schnee, erste Wärme,

lange Nacht,

große Hoffnung.

Mein Traum, ich halt dich fest.

Kann das Herz sich täuschen und der Traum

den Körper so weit entführen, daß die Wirklichkeit

so erscheint....

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Hoffnung
Von A.P.-J., 03:38

Sehnsucht nach Verlangen dort, wo

keine Erfüllung ist

Hunger ist Hoffnung.

Angst davor, gesättigt

nur noch den Schlaf zu ersehnen,

den traumlosen

Schlaf.

Was weißt du vom kalten Nordwind, von

verregneten endlosen Straßen, vom Wandern

einsamer Gestalten in der Millionenstadt, vom

Staub der Hoffnungslosen, von der Gier der

Verlorenen.

Ich trinke die Hoffnung.

Aus der ersten Vergangenheit

der Menschheit trugen sie Millionen

bis zu dir,

Kind der Hoffnung.

Nur die Zeit hat sich verändert.

Kampf der Vertriebenen.

Ausgestoßen aus dem Mutterleib.

Vertrauen zur Erde,

Mut zum Leben.

Was weißt du vom Irren der Verlorenen, von

der Hoffnungslosigkeit einer untergehenden

Menschheit.

Dein Lachen war

zu allen Zeiten die Quelle,

die den Fluß antreibt und

während du geboren wirst,

jeden Tag, stürzen sie sich ins Meer,

die Hoffnungslosen, und dein Lachen

treibt die, die noch im Fluß

schwimmen, weiter.

Ewiges Kind, ewiges Lachen

Nicht alle Menschen

erinnern sich ihrer Träume...

*

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